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Nmap: Nützliches Netzwerktool

Apple liefert mit Mac OS X sein Netzwerk Dienstprogramm aus. Dies beherrscht so nette Sachen wie ping und traceroute. Portscannen ist ein wenig mangelhaft ausgestattet und Pingscans sind garnicht möglich. Um dem abzuhelfen installieren wir uns da OpenSource Tool nmap.

Wir beginnen damit, da? wir uns bei Insecure.org den Quellcode zu nmap runterladen. Also suchen wir uns den “Latest Stable Nmap Tarball” der momentan in der Version 3.30 vorliegt. Ich bevorzuge hier aufgrund der Einfachheit das .tgz Archiv. Weil wir ja Terminalliebhaber sind, machen wir das alles gleich per Commandline. Wir wollen ja was lernen.

Als erstes erzeugen wir in unserem Home Directory einen Ordner src der unsere Quellcodes in Zukunft aufnhemen wird. Damit dort Ordnung herrscht, erstellen wir bei der Gelegenheit auch gleich einen Unterordner für nmap und wechseln in diesen. In den aufgeführten Codesnippets ist portablebelle der hostname meines geliebten PowerBooks und pepi klarerweise mein Username.

[portablebelle:~] pepi% mkdir -p src/nmap [portablebelle:~] pepi% cd src/nmap/

Dann laden wir mal den Quellcode herunter.

[portablebelle:~/src/nmap] pepi% curl -L -O http://download.insecure.org/nmap/dist/nmap-3.30.tgz

Nach kurzer Zeit sollte sich das Archiv auf unserer Festplatte eingefunden haben. Das sieht dann vermutlich ungefähr so aus.

  % Total    % Received % Xferd  Average Speed          Time             Curr.`
                                 Dload  Upload Total    Current  Left    Speed
100 1102k  100 1102k    0     0  26642      0  0:00:42  0:00:42  0:00:00 21131
[portablebelle:~/src/nmap] pepi%

Das Archiv muß zunächst ausgepackt werden. Dazu könnte man ja den StuffIt™ Expander nehmen, allerdings hat dieser mit .tar hie und da so seine Problemchen. Außerdem wollten wir ja ohnehin alles im Terminal machen.

[portablebelle:~/src/nmap] pepi% tar xzvf nmap-3.30.tgz

Wir haben nun einen Ordner nmap-3.30 in dem sich der Quellcode von namp befindet den wir nun compilieren wollen.

[portablebelle:~/src/nmap] pepi% cd nmap-3.30/

Die Installation muß zuerst configuriert werden. Hierbei wird der zu verwendende Compiler festgestellt und ein ganzer Haufen anderer magischer Dinge festgestellt die wir für den Compiler brauchen. Dieser Vorgang dauert ein wenig.

[portablebelle:~/src/nmap] pepi% ./configure

Irgendwo kurz vor Ende der Ausgaben sollten wir “creating Makefile” lesen können. In diesem steht alles drin was unser Compiler so braucht um uns ein hübsches Command Line Tool zu backen. Also Compiler anwerfen.

[portablebelle:~/src/nmap] pepi% make

Auch dies sollte Fehlerfrei ablaufen können, fehlt also nur noch der letzte Schritt, die Installation in unserem Unix Baum.

[portablebelle:~/src/nmap/nmap-3.30] pepi% sudo make install

Ein abschlie?endes rehash und schon können wir nmap im Terminal verwenden. Die dazugehörige man page ist selbstverständlich auch installiert worden. Viel Spaß mit nmap!

PS: Um das grafische X11 Frontend kümmern wir uns nächstes Mal. Bis dahin bitte den Sourcecode aufzuheben.