Quantumpair

Reality by Observation

Leckere Literatur

Wie sagte schon der bewundernswerte Kabarettkünstler Gunkl in seinem nicht minder bewundernswerten Programm „Grundsätzliche Betrachtungen – anschaulich gemacht an kuriosen Einzelleistungen der Tücke des Alltags, was als Programmtitel vermutlich ein bi?chen zu lang ist, zumal darin eine, sei’n wir ‘mal ehrlich, sehr unelegante Genitivkette enthalten ist.“?

„Es gibt Menschen, die können kochen, die kochen etwas, und das kann man dann essen, für mich ein weit größeres Mysterium, als beispielsweise der Genitiv.“

Nun, der Genetiv soll uns nur soweit belasten wie die Frage auf wessen Mist den dieses Abendmahl gewachsen sei. Dann kann ich voller Stolz behaupten, da? ich dies’ verbrochen hätte. Geholfen hat mir dabei ein einigerma?en gehypter britischer Koch. (Welche höhere Motivation kann es für einen Menschen noch geben um kochen zu lernen, als auf der königlichen Insel aufzuwachsen? Ich bekam nämlich unlängst ein Buch geschenk. (Anla? war die erfolgte Renovierung meines Domizils.) Der britische Number one Bestseller „Jamie Oliver – Return of the naked Chef“. (ISBN 0-14-029261-6, aufpassen, das wäre die englischsprachige Originalfassung, gibts aber angeblich auch in deutscher Übersetzung) Testweise habe ich mich da mal an “salmon filet wrapped in prosciutto with herby lentils, spinach and yoghurt” versucht. Ich mu? gestehen, das kann man dann essen. Wirklich. Es war sogar für mich als intensiv ungeübten Küchenverunstalter in unter 30 Minuten etwas zu kochen, was nicht automatisch als „Das letzte Abendmahl“ zu verstehen ist. Ich werde mich wohl weiter durch dieses Buch durchfressen. (Da wird der Begriff des bücherverschlingenden Bücherwurmes mal so richtig deutlich.) Wer die Orignialfassung des Buches beliest sollte injedem Fall über eine ausgesprochen überdurchschnittliche Vokabelkenntnis eines Kräutergartens verfügen. Oder zumindest über ein umfangreiches Wörterbuch.

Mahlzeit *[Gunkl]: Günther Paal