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Apple Music EuroStore Verzögert

Die Versuche aus Cupertino, den erfolgreichen Apple Music Store auch in Europa zu lancieren, sind vorerst und bis nachstes Jahr auf Eis gelegt worden. Der Grund liegt in der disputfreudigkeit der dabei involvierten Musiklabels und deren kunstlerischen Schutzlinge. Die konnten sich namlich nicht einigen, wer vielviel abkriegt. Es geht ja ums Geld, nicht wahr meine Lieben.

Dass das Problem nicht nur europaische Anwender und Apple selbst belastet (5 Millionen Songs in 8 Wochen verkauft, fast die Halfte in Form von Alben, lt. Apple PR), durfte auf der Hand liegen: Mit der restriktiven Haltung der Musikindustrie (ubrigens der ganzen Medien-Industrie) schaffen sie fur den User nur noch weitere Anreize, sich die Medien im Internet kostenlos zu besorgen (Beispiel Herr der Ringe 2: DVD in der Schweiz erst am Ende August, ABER nur die Kinofassung. Der RICHTIGE Film kommt im November auf Disk). Die zunehmende Verbreitung von Breitbandanschlussen ins Internet lasst die Kopierseuche noch weiter wuchern und immer mehr bose Buben installieren sich Esel, heisse Drahte oder

Das Problem mit dem europaischen Nationen-Potpourrie sind dabei die unterschiedlichen Vertrage und Arrangements, die die Kunstler und Puppchen in den verschiedenen Landern abgeschlossen haben. Denn das “digitale Herunterladen” ist in den meisten Vertragen unzureichend – wenn uberhaupt – erwahnt, und so furchtet jede Partei um ihren Geldberg.

Apple hat laut Pascal Cagni (Vize-Prasident Euro Apple) vorallem Probleme, aufgrund der nationalen Differnenzen das “Ein-Preis-fur-alle-System” einzusetzen, wenn hinterher nach Land, Konzern und Kunstler abgerechnet werden muss. Die grossen Konzerne hatten in dieser Sache ihre Hausaufgaben noch nicht getan und sind damit einer Einwilligung nicht sehr Nahe. Wahrend Herr Cagni die Nennung eines Datums fur den definitiven Start des europaischen Musikladens verweigerte, bestand er auf der Feststellung, dass der an einigen Orten gemmunkelte Start im September definitiv nicht realistisch sei – ebensowenig wie die vom EMI Schweiz kundgetane Meldung. Obschon die 5 grossen Musiklabels mit einer britischen Firma OD2 in Geschaft gekommen sind, wird nicht angenommen dass deren Umsatz in die Nahe dessen vom Apple Music Store kommt. Und uberhaupt, wer mag schon “.wma” Files? Ihr etwa? *baa! Eine Stimme aus einem Musikkonzern meinte man solle nicht damit rechnen, dass Apple den Eurostore vor 2004 rausbringt.

Obschon sich alle “offiziellen” Song Shops im Internet mit dem Gegner P2P konfrontiert sehen, liegt der Erfolg des Apple Music Store wohl in seiner Einfachkeit was die Bedienung betrifft. Immerhin kann bei Apple nur Musik kaufen, wer einen Mac mit OSX und iTunes 4 in Verwendung hat und trotzdem ist der Onlineladen ein Erfolg in den USA. Ein weiterer Erfolgsgrund ist die Großugigkeit, mit der der Kunden die Musikstucke behandeln darf: Die Konkurrenz bei OD2 beispielsweise lasst nur das Brennen auf CD zu, das grossere ubel durfte aber die erforderliche Abbonnierung sein, die man solange erneuern muss, wie man alle seine dort heruntergeladenen Songs horen mochte: Lauft das Abo aus, lassen sich die Songs nicht mehr abspielen.

Ende Jahr folgt dann die Windows Version von iTunes, auf die irgendwie viele warten ?! Wenn es der Sache “Apple” dienlich ist, warum ned …