Goodbye Lenin – eine Geschichte aus der Zeit der Wiedervereinigung Deutschlands. Eine kleine Familie – die Mutter aktiv in sozialistische Aktivitäten verwickelt, während die Kinder gerade erwachsen werden – versucht sich in der ehemaligen DDR zurecht zu finden. Doch da passiert es, bei einem Aufstand wir die Mutter verletzt und sie bleibt monatelang im Koma. Während dieser Zeit aber findet in der Tat der Aufbruch gen Westen statt, ja die Mauer fällt, und westliche “Genüsslichkeiten” nehmen in Ostberlin einzug.

Grosses Staunen - aber ist das alles 'wahr' ?Was fällt denn denen ein ?!

Als die Mutter wiedererwacht, wird ihr – aus Angst, sie könnte sich erschrecken oder gar Aufregen ob der massiven Veränderungen und damit ihrer labilen Gesundheit schaden – eine de facto gar nicht mehr existierende DDR vorgegauckelt. Die zunehmend scheinbar genesende Frau verlangt aber nach immer mehr Dingen, die sie tun will, so dass das “DDR Theater” täglich tiefer in die Trickkiste greifen muss.
Gegen Ende des Films wird die Sache aufgeklärt – der grosse Schreck bleibt aus. Irgendwie.

Ein zunächst etwas langweilliger Start stellt die Geduld etwas auf die Probe. Man sieht Auszüe aus dem DDR Leben, lernt die Charaktere kennen. Irgendwie besteht halt eine Sättigung in dieser Hinsicht, man kann die Spiegel-TV-DDR-Reportagen ja eigentlich auch nicht mehr ansehen. Doch dann entwickelt sich der Film recht nett, die Frau fällt zu Boden, bleibt liegen; sie kommt ins Krankenhaus, während das Leben der jungen Menschen weitergeht. Mit dem Erwachen der Mutter fängt dann fast eine Komödie an, geprägt von panik-ausbrüchen, das ganze könnte auffliegen, und durchmischt von chaotischen Zuständen, beim Versuch, das Konstrukt zusammen zu halten.

Ein Film fast ganz ohne physische Gewalt, anständige Schauspieler und einer Geschichte, die auf den ersten Blick nicht sonderlich interessant ist. Doch Ihr müsst ‘tiefer’ gucken ;-)

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